Vor­bil­der in Schule und Ver­ein

Abseits des Eltern­hau­ses zäh­len Schu­len und (Sport-)Vereine zu den wich­tigs­ten und ein­fluss­rei­chen sozio­öko­no­mi­schen Umfel­dern, in wel­chen die Erzie­hung von Kin­dern und Jugend­li­chen statt­fin­det. Ent­spre­chend eng sind auch die Ver­schrän­kun­gen der jewei­li­gen Dach­ver­bände, die sich in regel­mä­ßi­gen Dia­lo­gen mani­fes­tie­ren und so die gemein­same Vor­bild­funk­tion von Haupt­amt­li­chen in den Schu­len und Ehren­amt­li­chem im Ver­eins­we­sen beto­nen. Spe­zi­ell hin­sicht­lich des zum Schul­jahr 2026/27 grei­fen­den gesetz­li­chen Anspruchs auf Ganz­tags­be­treu­ung ver­stär­ken sich dabei die Bedarfe zur Zusam­men­ar­beit, wes­halb Michael Lim­mer, Bezirks­vor­sit­zen­der der Baye­ri­schen Sport­ju­gend (BSJ), und Hans Rott­bauer, Bezirks­vor­sit­zen­der des Baye­ri­schen Leh­re­rin­nen und Leh­rer­ver­band (BLLV) gemeine Initia­ti­ven inten­si­vie­ren und einen noch enge­ren Aus­tausch anstre­ben.

„Für die erfolg­rei­che Umset­zung des Ganz­ta­ges­an­spruchs wer­den sich die Sport­ver­eine gerne ein­brin­gen, wenn­gleich die Mög­lich­kei­ten des ehren­amt­li­chen Ein­sat­zes end­lich sind und Vor­teile für alle Betei­lig­ten ent­ste­hen müs­sen“, stellte Michael Lim­mer im Namen der nie­der­baye­ri­schen Sport­fach­ver­bände klar. Noch bestehen schließ­lich mit­nich­ten in allen Kom­mu­nen des Bezir­kes die not­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen für die Umset­zung des gesetz­li­chen Anspru­ches, was jedoch kei­nes­falls in der Ver­ant­wor­tung der Gemeinde, Märkte und Städte zu suchen ist. Viel­mehr müsse die Lan­des­re­gie­rung mehr Gel­der bereit­stel­len, um eine rei­bungs­lose Imple­men­tie­rung der Geset­zes­grund­lage zu ermög­li­chen und die geplante Ver­schrän­kung zwi­schen Schu­len und Ver­ei­nen aus Sport, Kul­tur, Hei­mat­pflege und Co. zu för­dern und ent­spre­chend zu hono­rie­ren.

„Der Ganz­tag muss Mehr­werte schaf­fen und darf nicht zum Abstell­gleis für unsere Kin­der ver­kom­men. Schu­len und Ver­eine sind daran inter­es­siert, kind­ge­rechte Lösun­gen und Ange­bote zu ent­wi­ckeln, doch sind die Betei­lig­ten hier­bei aktu­ell sich selbst über­las­sen“, skiz­zie­ren Rott­bauer und Lim­mer die Chan­cen und zugleich Ver­säum­nisse hin­sicht­lich der bevor­ste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen. Dabei stel­len Schu­len und Ver­eine eben jene soziale Umwelt dar, in der Kin­der und Jugend­li­che Demo­kra­tie und Par­ti­zi­pa­tion erle­ben und erfah­ren dür­fen. „Wir wol­len wei­ter als Vor­bil­der vor­an­ge­hen, ver­mis­sen aber die not­wen­di­gen Rah­men­be­din­gun­gen und Unter­stüt­zung“, kri­ti­sie­ren die Ver­bands­vor­sit­zen­den abschlie­ßend.