BSJ Cham führte wieder Mitarbeiterbildungsmaßnahme (AEJ) am Spitzingsee durch
Kürzlich führte die Bayerische Sportjugend (BSJ) im Landkreis Cham wieder die alljährliche Fortbildungsmaßnahme (AEJ) am oberbayerischen Spitzingsee durch, die traditionell das Highlight zum Jahresbeginn im vielfältigen Programmangebot der BSJ Cham darstellt. Wie auch in den letzten Jahren war die Mitarbeiterbildungsmaßnahme bis auf den letzten Platz ausgebucht, sodass man sich mit insgesamt 57 Teilnehmenden auf den Weg ins BLSV Sportcamp am 1100m hoch gelegenen Spitzingsee machte.
Lehrgangsleiter Rainer Schmid und BSJ Vorsitzende Birgit Daschner hießen alle Teilnehmenden herzlich willkommen und freuten sich besonders, dass die diesjährige AEJ wieder ein so großes Interesse weckte und sich insgesamt auch zehn neue Gesichter in den Kreis der treuen Mitfahrer mischten. Nachdem Gerhard Richter und Manfred Dietl stellvertretend für das ganze Skilehrerteam explicit auf die FIS-Ski- und Pistenregeln v.a. zum gemeinsamen Fahren in der Gruppe eingingen, stellten sich die Übungsleiter jeweils paarweise im Plenum vor. Nach einem kurzen Auflockerungstanz mussten die einzelnen Tischgruppen beim „Who is Who? – Quiz ihre Kenntnisse über die BSJ im Landkreis Cham sowie den Spitzinglehrgang beweisen. Den Höhepunkt des ersten Abends bildete dann die traditionelle Spitzingtaufe, ein Sketch, bei dem alle Erstteilnehmenden in einer feierlichen Prozession in die Gemeinschaft der Spitzingfahrer aufgenommen werden.
Am ersten Skimorgen wurden die Übungsleiter je nach Fahrkönnen in fünf verschiedene Skigruppen eingeteilt, die von den lizenzierten Skilehrern Gerhard Richter, Manfred Dietl, Birgit Daschner, Patrick Hofmann, Werner Schell und Josef Aschenbrenner bestens betreut wurden. Bei bestens präparierten Pisten erlebten alle einen gelungenen Auftaktskitag. Hubert Lauerer und Birgit Daschner stellten im Anschluss das umfangreiche Jahresprogramm von BLSV und BSJ im Kreis Cham vor. Nach dem Abendessen zeigte der 1. Vizepräsident des Bayerischen E‑Sport Verbands Florian von Keller den Unterschied zwischen reinem „Gaming“ sowie einem „E‑Sports“ Wettkampf und gab interessante Einblicke über die Aufgaben und Vorhaben des Verbandes. Besonders überrascht waren die Übungsleiter, als sie von den Zuschauerzahlen sowie Gewinnsummen von professionellen Spielern hörten und es entstanden schnell kontroverse Diskussionen über das Pro und Contra von E‑Sports sowie die Chancen und Risiken, diesen im eigenen Verein ebenfalls als Erweiterung zum bisherigen „realen“ Sportangebot mitanzubieten.
Am zweiten Skitag fuhr man mit dem Bus ins benachbarte Skigebiet Sudelfeld, wo man bei strahlendem Sonnenschein über dem Nebelmeer einen Skitag wie aus dem Bilderbuch verbrachte. Abends hatten die Teilnehmer dann die Möglichkeit das Thema E‑Sport bei Spielen wie z.B. „Just Dance“, „EA Sports FC (ehemals FIFA)“ etc. selbst mit dem Controller auszuprobieren. Nach der Praxisphase waren sich im Plenum alle einig, dass insbesondere sogenannte „Shooter“ Spiele höchst bedenkenswert seien, wohingegen bei dem Spiel „Just Dance“ die gemeinsame körperliche Bewegung – eine der Hauptintentionen des klassischen Vereinssports — immerhin nicht zu kurz kommt.
Am Mittwoch brach eine Truppe begeisterter Skitourengeher mit den beiden Tourenguides Robert Mückl und Sebastian Schmid morgens auf eine gemeinsame Skitour zum Rosskopf auf, wo man eine tolle Sicht genießen konnte. Auch nachmittags wurden mit einer Winterwanderung um den Spitzingsee bzw. einer Wanderung auf die Obere Firstalm mit anschließender Schlittenfahrt zurück zum Spitzingsattel Alternativen zum Alpinskifahren angeboten, ehe man den Tag mit einem gemeinsamen Spieleabend beschloss.
Am Donnerstag konnte man sich dann über etwas Neuschnee freuen, welche allerdings auch zu kräfteraubenden Pistenverhältnissen im Laufe des Tages sorgten. Nichtsdestotrotz wurden neben der Technikschulung wie auch schon an den Vortagen immer wieder gemeinsame Formationsfahrten in den einzelnen Skigruppen eingeübt. Am Abschlussabend bedankten sich die einzelnen Skigruppen gebührend bei ihren Skilehrern für die gemeinsame und wieder sehr lehrreiche Skiwoche.
Am Abreisetag nutzte man den Vormittag bei Kaiserwetter nochmals zum Skifahren, ehe man nach dem Mittagessen die Heimreise zurück nach Cham antrat. Auch wenn alle Teilnehmer etwas müde von der anstrengenden und sehr vielfältigen Fortbildungswoche waren, die mit 15 Unterrichtseinheiten zur vollständigen Lizenzverlängerung diverser Übungsleiterscheine im Breitensport angerechnet werden kann, waren sich dennoch alle einig, dass Spitzing 2026 wieder absolut „spitze“ war und freuen sich bereits jetzt auf das traditionelle Spitzingtreffen im Frühjahr, bei dem man die gemeinsamen Erlebnisse der Woche nochmals Revue passieren lassen kann.













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